Projektbeschreibung

„Eine Geschichte – viele Bildwelten“

 

Dieses Projekt ist ein Experiment zur visuellen Darstellung von Geschichten mit Hilfe von KI-Bildgeneratoren. Ausgangspunkt ist eine sehr einfache vierteilige Bildgeschichte, die immer exakt gleich bleibt.

Die Geschichte wird ausschließlich durch Bilder erzählt – ohne Dialoge, ohne Sprechblasen und ohne erklärende Text. Die einzige sichtbare Schrift innerhalb der Bilder sind die Begriffe „MARS“ und „VENUS“.

 

die Vorlage

Die Geschichte

 

Die Bildfolge bleibt in allen Varianten identisch:

1. Auf dem Mars landet ein UFO nahe einer Forschungsstation.

2. Ein Astronaut steht neben einem Schild „MARS“ und wirkt verwirrt. Etwas stimmt nicht.

3. In einer Kontrollstation wird ein Schalter von „Mars“ auf „Venus“ umgelegt.

4. Das UFO startet wieder – nun auf einem Planeten mit dem Schild „VENUS“. Alles klar.

Die Herausforderung besteht darin, diese identische Geschichte in völlig unterschiedlichen künstlerischen Stilen darzustellen.

Getestete Bildstile

 

Im Verlauf des Projekts wurde dieselbe Szene in zahlreichen Stilrichtungen generiert:

 

Illustration und klassische Kunststile

    • Aquarellmalerei

    • Kohlezeichnung / Bleistiftskizze

    • Art-Deco Illustration

    • 1950er Retro-Science-Fiction

    • Pop-Art (Comic-Ästhetik der 1960er)

 

Politische und historische Grafikstile

    • Sowjetische Raumfahrt-Posterästhetik

 

Detailreiche Illustrationsstile

    • Wimmelbild / Suchbild-Illustration

 

Materialbasierte Darstellungen

Hier wird die Szene so dargestellt, als wäre sie aus bestimmten Materialien gebaut:

    • Holzrelief / Holzschnitzerei

    • Messing / Metallgravur

    • Glas / Kristallstrukturen

    • Papiermodell / Papercraft

 

Modell- und Spielzeugwelten

    • LEGO-Modellbau

    • Knetfiguren / Clay Animation

    • Stop-Motion-Modellbau

 

Dokumentarische und realistische Darstellungen

    • NASA-Dokumentationsstil

 

Moderne Grafikstile

    • Minimalistische Grafik / Flat Design

 

Klarer Cartoon- / Comicstil

saubere Linien, warme Sci-Fi-Farben

1950 Retro-Sci-Fi-Stil

warmes Pulp-Magazin Farnschema

Ligne Claire (Tintin Stil)

extrem klare Linien

sehr lesbare Panels

Moebius

französischer Sci-Fi-Comic

luftige Linien, surreal

 


1970 Jetsons-Stil

klare geometrische Formen, Pastelfarben

 

 

Jules Verne-Illustration

feine Gravurlinien

Sepia, eher wissenschaftlich

Fotorealistisch

eher wie Filmstil

oft mehr Dramatik

Kinderbuch-Aquarell-Stil

nandgemalte Linien

weiche Wasserfarben


70er Jahre NASA-Foto-Stil

leichte Filmkörnung

Farben wie Apollo-Doku

Retro-Pixel-Art

niedrige Auflösung, Pixel

reduzierte Farbpalette

Ölgemälde

sichtbare Pinselstrukturen

kräftige Farben

Aquarell

verlaufende Pigmente, trans-parente Farben, Papierstruktur

 


Kohlezeichnung

monochrom, starke Strukturen, Zeichencharakter

 

LEGO-Stil

klare modulare Formen

stark erkennbare Objekte

Claymation / Knetfiguren

modellierten Kanten, Fingerabdrücke, Miniaturen

 

Stop-Motion-Modellbau

wie kleine handgefertigte Modelle aus Holz, bemalt

 


Holzschnitzerei-Diorama

Holzmaserung, Schnitzspuren

Relief-Tiefe

 

Messing / Steampunk

Technikgefühl, Industrieästhetik,

Technikgeschichte

 

Glas / Kristall

schwer darstellbar, funktioniert nur über Lichtbrechung

Papierwelt

gefaltete Flächen, Schnittkanten

Papiertextur

 


Art-Déco Science Fiction

1920er/30er Art-Déco Formen

goldene und schwarze Farbtöne

 

Sowjetische Raumfahrt-Ästhetik

1960er Raumfahrtplakate

kräftige Farben (rot, beige)

Pop-Art / Siebdruck

knallige Farben, Rasterpunkte schwarze Konturen

 

Wimmelbild

extrem viele kleine Details

viele Figuren und Objekte


 

Erkenntnisse aus dem Experiment

Das Projekt zeigt mehrere interessante Eigenschaften moderner Bildgeneratoren:

 

1. Konsistenz der Bildgeschichte

Trotz drastisch unterschiedlicher Stilrichtungen bleibt die narrative Struktur erstaunlich stabil.

Die KI erkennt die grundlegende Handlung und überträgt sie zuverlässig in neue visuelle Welten.

 

2. Stilübertragung

Die gleiche Szene kann überzeugend in sehr unterschiedlichen ästhetischen Systemen dargestellt werden – von Kinderbuchillustrationen über Propagandaposter bis hin zu Materialsimulationen wie Holz oder Glas.

 

3. Visuelle Reduktion und Komplexität

Die Bandbreite reicht von:

    • extrem detailreichen Wimmelbildern

         bis zu

    • stark reduzierten Minimalismus-Darstellungen

und zeigt damit zwei gegensätzliche Strategien visuellen Erzählens.

 

4. Bedeutung eines klar formulierten Master-Prompts

Die hohe Stabilität der Bildfolge scheint vor allem darauf zu beruhen, dass ein präziser Master-Prompt verwendet wird, der:

    • Bildaufbau

    • Panelstruktur

    • Handlung

    • erlaubte Textelemente

       klar definiert.

 

 

Minimalismus - sehr viel leere Fläche, wenige Farben, reduzierte Formen, klare Komposition

Ziel des Projekts

 

Dieses Experiment soll zeigen, dass auch ohne professionelle Illustrationsausbildung mit Hilfe moderner KI-Werkzeuge:

    • visuelle Geschichten

    • Stilvariationen

    • und kreative Bildexperimente

möglich sind.

Es versteht sich als spielerische Erkundung der Möglichkeiten generativer Bildmodelle.