Gedanken zu KÜNSTLICHE INTELLIGENZ
Fluch und Segen würde ich sagen, wenn mich jemand nach meiner Meinung zu KI fragt. Was am Ende überwiegt, liegt in der Hand der Menschen und nicht, wie viele fürchten, in der Hand der KI. Ich denke KI ist jetzt da und wird immer weiter entwickelt und es ist völlig egal, ob man das gut oder schlecht findet.
Ich meine, wenn es sowieso da ist und genutzt werden kann, sollte man das als Fotograf auch tun. Für mich kommt es in der Nachbearbeitung (noch) nicht in Betracht, da für mich die Nacharbeit irgendwie zum Handwerk Fotografieren dazu gehört (aber wie lange ist das noch so?). Aber warum nicht die KI in anderen Bereichen nutzen?
Was wäre, wenn man KI als Erweiterung der Möglichkeiten des Fotografen sieht? Quasi so etwas wie "ANALOG - DIGITAL - KI". Irgend jemand sagte: "Stelle dir vor KI wäre ein Objektiv. Welche Brennweite würde es wohl haben?" Da denke ich gerade drüber nach.
Habt ihr einmal eine KI eine Fotobeschreibung (eben das was jeder Fotoclub macht) durchführen lassen? Probiert das doch mal aus. Egal ob ihr einen Text für euren Internet-Auftritt braucht oder eine kurz gefasste Bildbeschreibung für eine Ausstellung oder für sonst irgendetwas. Versuch macht klug, sage ich immer.
Ihr plant eine Fotowanderung entlang des Hochrheins. Lasst die KI doch einmal eine Beschreibung eurer Tour machen, ihr werdet euch wundern, was dabei heraus kommt. Und wenn ihr den Text lieber in alemannischer Sprache ausgeben wollt, lässt euch die KI wahrscheinlich auch nicht hängen.
Hat nichts mit fotografieren zu tun, macht aber auch Spaß. Ihr kennt mit Sicherheit die "Dünne Eierschalen-Theorie", oder? Wenn nicht, könnt ihr weiter unten mal nachlesen. Total interessant. Und wer es sich nicht vorstellen kann, dass die Theorie stimmt, kann direkt die Gegendarstellung (beides erzeugt von KI) lesen.
Da ich der Meinung bin, dass man sich erst dann ein Urteil erlauben darf, wenn man etwas kennengelernt hat, unternehme ich derzeit meine ersten Gehversuche mit verschiedenen KI´s. Es bleibt abzuwarten, wie sich das für mich entwickelt. Ich habe mal ein paar Bilder mit "Craiyon" und "ChatGPT" erzeugt und mir "Midjourny" angesehen Die Bildbeschreibung meines Fotos des Monats hat eine KI gemacht, ich finde es gar nicht schlecht, was meint ihr?
Da ich sehr gerne selbst schreibe sind und bleiben meine Texte natürlich von mir geschrieben, wenn ich es nicht expliziert nenne. Dann wird da stehen: "geschrieben von ChatGPT" oder "von C-5BO", wie ich die KI nenne. Der Name C-5BO ist eine Analogie zu einem berühmten Filmstar, ihr werdet schon drauf kommen, wen ich meine.
FAZIT:
Ich finde es gleichsam lustig wie auch gefährlich, dass die KI zu PRO und CONTRA gleichsam glaubwürdig Stellung beziehen kann. Ich für mich nehme daraus mit, dass ich beim Umgang mit KI immer auf der Hut sein muss, aber das muss ich beim Umgang mit Menschen mittlerweile ja auch.
Zum Schluss noch was zum Staunen, jedenfalls habe ich gestaunt wie einfach eine KI mittlerweile zu bedienen ist, damit man relativ echt wirkende Bilder bekommt. Mein Lieblingsbild ist das zweite Bild der Schwarzwaldfahrt, bei der die Dame sich erstaunt umblickt. Das Motiv wurde so bewusst herbeigeführt. Licht, Stimmung, Kleidung, Texturen, der verschneite und verschmutzte Bus und das erstaunte Gesicht, nichts davon ist real. Sensationell ...
Wir fahren mit dem Bus zum Wandern in den Schwarzwald
Alle oben dargestellten Bilder sind nicht real und wurden mit Hilfe eines Prompts erstellt. Ein idealer Prompt setzt sich wie folgt zusammen: Ein idealer Prompt beschreibt klar und konkret, was zu sehen sein soll, in welchem Stil und mit welcher Stimmung, ergänzt durch relevante Details wie Perspektive, Licht, Materialität oder Epoche, ohne sich in Belanglosigkeiten zu verlieren; er formuliert das gewünschte Ergebnis positiv und eindeutig, ordnet die Informationen sinnvoll (vom Motiv über Stil bis zur Feinjustierung) und lässt der KI zugleich genug interpretativen Spielraum, damit kein technischer „Befehlskatalog“, sondern eine gut verständliche, bildhafte Beschreibung entsteht (praxisnah gesagt: eher wie ein Fotograf eine Szene erklärt als wie ein Programmierer einen Code schreibt)
